Mehr zum Thema in unserer Broschüre

Mit dieser Broschüre möchten wir Sie über die Entstehungsmechanismen und auslösenden Faktoren eines Handekzems aufklären. Wir zeigen auf, mit welchen hautschützenden und -pflegenden Maßnahmen Sie die Entwicklung eines Ekzems verhindern und bereits bestehende Hautschäden lindern können.


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Diagnostik und Behandlung

Besteht der Verdacht auf ein Handekzem, sollte umgehend der Hautarzt aufgesucht werden. Um die Therapie und die Hautschutzmaßnahmen gezielt dem individuellen Krankheitsgeschehen anpassen zu können, wird der Arzt im Diagnosegespräch Fragen zur Hautbelastung stellen und wissen wollen, wie oft die Hände in Kontakt mit Wasser und Reizstoffen kommen. Mit Hilfe von Allergietests kann eine mögliche Kontaktallergie als Ursache festgestellt werden.

Lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Hauterkrankung und der beruflichen Tätigkeit feststellen, ist es in vielen Fällen sinnvoll, das sogenannte Hautarztverfahren einzuleiten. Dabei wird der für den Arbeitgeber zuständige Unfallversicherungsträger, in der Regel eine Berufsgenossenschaft, über die Erkrankung informiert, damit das weitere Vorgehen zum betrieblichen Hautschutz und zur Behandlung abgestimmt werden kann.

Ziel des Hautarztverfahrens ist, berufsbedingte Hauterkrankungen früh zu erkennen und Betroffenen zu ermöglichen, ihren Arbeitsplatz zu behalten.

Hautarztverfahren

Bei der Möglichkeit eines berufsbedingten Handekzems kann der Hautarzt in Abstimmung mit dem Patienten das Hautarztverfahren einleiten. Die Berufsgenossenschaft unterstützt dann den Betroffenen, übernimmt u. a. Kosten für Hautschutz- und spezielle Hautpflegemittel, veranlasst individuelle und arbeitsplatzbezogene Vorbeugemaßnahmen, bietet die Teilnahme an Hautschutzseminaren und finanziert ggf. Umschulungsmaßnahmen.

Stufentherapie

Da Handekzeme durch Kontakt und Einwirken von hautschädigenden Stoffen verursacht und in Gang gehalten werden, ist die erste Maßnahme, alle auslösenden Faktoren zu meiden. Im nächsten Schritt folgt die Behandlung zur Linderung der Symptome. Diese beinhaltet Hautschutz, Hautpflege und gegebenenfalls eine antientzündliche Therapie. Die einzelnen Therapieschritte werden stufenweise dem Krankheitsverlauf, der Krankheitsdauer und dem akuten Schweregrad angepasst (siehe Abb.). Die Basis bilden Maßnahmen zum Hautschutz inklusive Meiden möglicher Auslösefaktoren sowie die konsequente und regelmäßige Hautpflege. Je erfolgreicher die ersten Behandlungsschritte umgesetzt werden, desto besser lassen sich Krankheitsdauer und Schweregrad abmildern und der Einsatz entzündungshemmender Medikamente reduzieren bzw. vermeiden.

Stufe 3:

andauernde/ wiederkehrende Ekzeme
    Zusätzlich zu Maßnahmen der vorherigen Stufen:
  • systemische Therapie zur Beeinflussung des Immunsystems (z. B. Glukokortikosteroide, Alitretinoin, Ciclosporin)
Stufe 2:

mittelschweres bis schweres Handekzem
  Zusätzlich zu Maßnahmen der vorherigen Stufen:
  • Therapie mit hochwirksamen kortisonhaltigen Salben, UV-Therapie, Alitretinoin
Stufe 1:

leichtes Handekzem
Zusätzlich zu Basispflege und Basisschutz:
  • Therapie mit wirkstoffhaltigen Salben: juckreizhemmende, antiseptische, antientzündliche Wirkstoffe
Basispflege und Basisschutz

Trockene Hände
  • Hautschutzmaßnahmen, fett- und feuchtigkeitsspendende Hautpflege, Vermeidung von Faktoren, die eine Ekzembildung fördern

Stufenweise Therapie des Handekzems entsprechend des Schweregrades (gemäß der DDG-Leitlinie "Management von Handekzemen")

Das umfassende Hautschutzprogramm mit passender Reinigung und Pflege der Hände sollte allerdings nicht erst im Falle beginnender Krankheitszeichen starten. Viel besser, man lässt es erst gar nicht so weit kommen.